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Optimieren Sie Ihre Möglichkeiten zu Ihrem Kinderwunsch

Häufig gestellte Fragen

  • Wann ist das beste Lebensalter zur Anlegung einer Eizellreserve?

    Der beste Zeitpunkt ist natürlich immer der, der optimalen Fruchtbarkeit.
    Und da hat die Natur uns einen Zeitkorridor geschenkt, der allerdings individuellen Schwankungen unterliegt.
    Generell kann wohl aus entsprechenden Studien abgeleitet werden, dass dieser Korridor gemeinhin in einem Bereich von 25 +/- 5 Lebensjahren anzusiedeln ist. Alle Anzeichen weisen auf einen Rückgang der natürlichen Fertilitätsreserven bei der Frau ab Ende der 20er-Lebensjahre hin (s. auch: Fakten) Danach verschließt sich dieses Zeitfenster langsam und individuell sehr unterschiedlich!

  • Wie hoch sind meine Erfolgsaussichten auf eine Schwangerschaft nach Auftauen der Eizellen?

    Im natürlichen Zyklus liegt die Erfolgschance auf eine Schwangerschaft in einem Korridor von 30-35 % pro Zyklus.

    Bei Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch kann mittels künstlichen Befruchtungsmaßnahmen (Assistierte Reproduktions Technik, ART) eine Schwangerschaftsrate von etwa 35-40% gelingen.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß mit Eizellen von jungen, gesunden Probantinnen unter assistierter Reproduktion eine deutlich höhere Erfolgsrate erzielt wird, gilt unter Fachleuten als gegeben. Allein schon aufgrund des Umstandes, daß durch die vorausgehende Stimulation eine höhere Anzahl von Eizellen gewonnen wird erhöht sich die Aussicht auf eine erfolgreiche Schwangerschaft bereits deutlich.

    Im Oktober letzten Jahres konnte von der erfolgreichen Geburt eines Embryos berichtet werden, der zuvor als -allerdings befruchtete(!)- Eizelle über 19 Jahre bei 194 Grad Celsius in einem Tiefkühlschrank in Virginia "auf Eis lag".

  • Was passiert bei spontan eingetretener Schwangerschaft (ohne ART) mit meiner Eizelle?

    Die Eizellen sind und bleiben im juristischen Eigentum der Patientin und damit in deren alleiniger Verfügung über deren Nutzung oder Verwerfung.

  • Welche Risiken habe ich bei der hormonellen Stimulation?

    Das Hauptrisiko bei einer hormonellen Stimulation ist das OHSS (Hyperstimulationssyndrom). Aber nur sehr wenige Patientinnen sind aufgrund einer Fertilitätsbehandlung von einer milden Form betroffen. Es bilden sich viele Eibläschen, in denen eine vermehrte Hormonausschüttung erfolgt. In den regelmäßigen Ultraschallkontrollen kann der behandelnde Arzt diese Entwicklung kontrollieren.

  • Wie lange dauert die Behandlung?

    Die Behandlung gliedert sich in zwei Bereiche. Beginnend mit dem Erstgespräch in der Klinik (Kontaktaufnahme, Abklären von ersten Untersuchungen, Anamnese der Frau) folgt die Stimulationsphase der Eierstöcke durch Hormone. Die Entnahme der Eizellen und das Einfrierverfahren bilden den Abschluss der Behandlung. Insgesamt kann mit einer Zeitdauer von ca. 3 Wochen gerechnet werden.

  • Können die Eizellen bei der Punktion zerstört werden?

    Die Eizellen werden zu einem Zeitpunkt entnommen (Punktion), in dem sie sich in einem optimalen Reifegrad befinden. Daher ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Die letztendliche morphologische Beurteilung der Eizelle kann jedoch erst nach der Punktion unter dem Mikroskop erfolgen.

  • Verursacht die Punktion Schmerzen?

    Die Punktion der Eizellen wird unter einer leichten Narkose durchgeführt, so dass die Patientin während des Eingriffs keine Schmerzen hat. Evtl. ein Ziehen in der Bauchgegend, vergleichbar mit Regelschmerzen, kann in den folgenden Tagen auftreten.

  • Mit wie vielen Eizellen kann ich bei einer durchgeführter Behandlung rechnen?

    Die genaue Anzahl der gewonnen Eizellen ist von mehreren Faktoren abhängig und von Frau zu Frau unterschiedlich. Das Alter der Frau sowie die Wirkung der Hormonstimulation auf den eigenen Körper spielen hier eine wesentliche Rolle. Im Durchschnitt kann mit einer Eizellzahl von 1 bis ca. 15 gerechnet werden. Generell zählt bei der Entnahme die Qualität und nicht die Quantität.

  • Ich kann mir keine Spritzen geben. Wie kann die Behandlung trotzdem durchgeführt werden?

    Sollte sich eine Patientin keine Spritzen geben können, steht die jeweilige Klinik den Patientinnen gerne zur Kooperation zur Seite. Die Patientin müsste in diesem Fall zum Spritzen in die Klinik kommen und das Fachpersonal wird dieses übernehmen.

  • Wie geht es weiter, wenn ich auf eine eingefrorene Eizelle zurückgreifen möchte?

    Die Patientin vereinbart einen Termin in der Klinik. Der zuständige Arzt wird Ihnen dann das weitere Verfahren genau erklären und sie genau auf die kommenden Ereignisse vorbereiten.

    Zunächst muss der Körper auf den Eisprung vorbereitet. Durch Gabe von Medikamenten, welche jedoch keine Hormontherapie mehr ist, wird die Gebärmutterschleimhaut auf den Transfer von Embryonen vorbereitet. Vor dem errechneten Termin werden die kryokonservierten Eizellen (je nach gewünschter Anzahl der Patientin, aber maximal 3) aufgetaut. Parallel an diesem Tag erfolgt die Samenabgabe des Ehemannes. Die Befruchtung erfolgt im Labor. Nach ca. 2-5 Tagen können die geteilten Embryonen in die Gebärmutter wieder eingesetzt werden.

  • Wie lange dauert das „Auftauen“?

    Das Auftauen von kryokonservierten Eizellen erfolgt in einem schonenden Prozess. Das Gefriermedium muss langsam entfernt und die Eizellen auf das Kulturmedium, in dem die weitere Reifung stattfinden wird, vorbereitet werden. Insgesamt nimmt das Auftauen einen zeitlichen Rahmen von ca. 1 Stunde in Anspruch.

  • Was passiert, wenn sich nach dem Auftauen „alle“ Eizellen als ungeeignet herausstellen?

    Unter einer biologischen Betrachtung liegt hier eine geringe Wahrscheinlichkeit (Studien) vor, dass alle Eizellen sich als ungeeignet heraus stellen.

    Im Falle der technischen Betrachtung kann es zum Versagen der Kryokonservierung oder Vitrifikation gekommen sein. Dieser Fall ist aber eher undenkbar, da gute Erfahrungswerte vorliegen und nur speziell ausgebildetes Fachpersonal diese Methode durchführen.

    Sollte so eine Situation dennoch eintreten, liegt in hoher Wahrscheinlichkeit eine genetische/biologische Ursache zu Grunde. Sind in ihrer Familie genetische Auffälligkeiten bekannt, besprechen sie dies bitte im Vorfeld mit ihrem Gynäkologen bzw. IVF-Zentrum (Erstgespräch).